ein großer, einsichtsvoller, gutherziger Mann,
der es liebt, inmitten geschäftiger, frohsinniger Menschen zu leben.
In diesem Tal gibt es keine Verdächtigung und keinen Snobismus. Es gibt dort kein »Klassenbewußtsein«, weil es keine Klassen gibt. Jeder Arbeiter hat die Möglichkeit, Teilhaber zu sein, und jeder Kapitalist arbeitet.
Die sämtlichen 15 000 Arbeiter von George F. abwärts bis zu dem kleinsten Jungen in der Gerberei gehören alle den »E.-J. Workers«, der dortigen Gewerkschaft an.
Alles geschieht offen. Jedermann kann seine Meinung äußern. Es gibt keine Maßregelungen. Alle Arbeiter scheinen zu fühlen, daß die ganze Anlage ihnen gehört.
George F. Johnson ist jetzt über 70 Jahre alt. Er ist der erfolgreichste unter allen Schuhfabrikanten, aber vor 35 Jahren war er noch nichts als ein Vorarbeiter in einer kleinen Schuhfabrik, die zusammengebrochen war. Damals erzielt er weniger als 20 Dollar wöchentlichen Lohn.
Der Hauptgläubiger dieser kleinen bankrotten Fabrik war ein Finanzmann namens Endicott, der in Boston lebte. Er kam nachzusehen, was man tun könne. Er lernte dort F. Johnson kennen, und Johnsons Vernunft und Ernst machten ihm einen tiefen Eindruck.
»Ich habe kein Geld,« sagte Johnson, »aber ich kann aus dieser Fabrik einen Erfolg machen. Mir liegt nichts an einem Gehalt, aber wenn Sie mir den halben Anteil an der Fabrik für 150 000 Dollar verkaufen wollen, will ich Ihnen meinen Wechsel dafür geben.«
Das war ein erstaunlicher Vorschlag. Er war absurd und riskant, aber Endicott war ein weiser Mann, und er stimmte zu. Er wettete 150 000 Dollar auf Johnson.
Die kleine Fabrik machte ihre Fortschritte in Riesensprüngen. Sie wuchs, bis Johnson sich als Vater einer Familie von 15 000 fand.