„Das verstehe ich nicht. Du könntest, wenn dieses Gefühl so mächtig in dir ist, es doch auch in anderer Weise zum Ausdruck bringen —“

„Zum Beispiel, Adelgunde?“ Klamm sprach freundlich und einlenkend.

„Daß du dich bemüht hättest, mich glücklich zu machen, Alfred —“

„That ich es, thue ich es nicht, Adelgunde?“

„Kann ich mich glücklich fühlen, wenn du eine andere liebst?“

Einen Augenblick zauderte Klamm mit der Antwort, dann erwiderte er:

„Ich lebe doch nicht mit der, von welcher du sprichst. Ich nähere mich ihr niemals. Bei unseren Begegnungen haben uns zwar unsere Gefühle überwältigt, aber dabei ist es geblieben. — Wir haben nicht einmal korrespondiert.“

„Ich glaube dir, Alfred. Aber du liebst sie doch — und mich liebst du nicht —“

Nun zog er die Schultern.

„Wollen wir uns nicht einmal sachlich verständigen, Adelgunde. Ich wiederhole Vorhergesagtes.“