„Aber bitte, gehen Sie jetzt, ich sehe verschiedene unserer Gäste kommen,“ betonte sie, und Klamm verneigte und entfernte sich. —
* * * * *
Gegen Mitternacht, während sich die Gäste bei Knoops im vollen Genießen befanden, wurde draußen an der Hausthürklingel der Villa gezogen. Als Adolf öffnete, trat ihm ein hochaufgeschossener, hagerer Mann mit wüsten Augen, krankhaft geröteten, scharf hervortretenden Backenknochen und einem unangenehm wirkenden rotbraunen Halbbackenbart entgegen. Er fragte, im übrigen wie ein Gentleman gekleidet, mit hohem Zylinder und Pelz versehen, in einem kurzen Tone, nach Herrn Knoop. Als Adolf entgegnete, es sei Gesellschaft im Hause — es werde sich Herr Knoop jetzt unter keinen Umständen sprechen lassen, — erwiderte er:
„Sagen Sie nur, daß es sich um höchstens fünf Minuten, daß es sich aber um eine sehr wichtige und eilige Geschäftsangelegenheit handle. Sie können hinzufügen, daß ich noch diese Nacht Berlin verlassen müsse, daß ich deshalb jetzt komme.
„Wo kann ich mich solange aufhalten, bis Herr Knoop kommt?“ schloß er, indem er durch solche Frage ohne Weiteres seinen Willen zur Geltung zu bringen suchte.
„Ist hier nicht ein Gemach, wo ich warten kann?“ Adolf zeigte, durch die Sicherheit, mit der jener austrat, nachgiebig gemacht, auf ein kleines, einfenstriges Kabinett zur Rechten.
In dieses trat dann auch der Fremde ein, während sich Adolf rasch in den
Tanzsaal begab.
Knoop unterhielt sich eben mit Klamm, sie beredeten noch eine kleine
Ueberraschung für die Gäste.
„Ein Fremder? Ein Fremder um diese Zeit? Was will er?“
Adolf berichtete, was er wußte.