„Es ist wohl so weit, der Wagen wird vorgefahren sein,“ sagte sie, nach einer im Zimmer stehenden Uhr schauend. „Entschuldige mich, ich habe oben noch etwas zu thun.“
Aber Tankred hielt Theonie durch seine blicke zurück.
„Schon einmal machte ich Dir Andeutungen, daß ich ohne Mittel sei, Theonie. Wir wurden damals unterbrochen. Würdest Du wohl die Güte haben, mir einiges Geld zurückzulassen?“
Sie nickte bereitwillig und sagte, die Börse ziehend, mit einem Anflug von Verlegenheit: „Wie viel, bitte?“
„Ein paar hundert Thaler würden mir zunächst sehr gelegen kommen, da ich einige Verpflichtungen habe.“
„Ein paar hundert Thaler? Die habe ich nicht hier. Da müßte ich erst an
Brix schreiben.“
„Gieb mir ein paar Zeilen an den Verwalter,“ wandte Tankred ein. „Er ist stets bei Kasse und wird mir auf Deine Anweisung gleich zahlen.“
„An den Verwalter?“ wiederholte Theonie zögernd und pedantisch überlegend. „Das würde ihm sehr auffallend erscheinen. Das ist nie geschehen, alles geht durch Brix.“
„Mache diesmal eine Ausnahme, Theonie. Ich werde es ihm schon erklären —“
Aber sie gab noch immer nicht nach. Ein starker Ordnungssinn, den sie von ihrem Vater geerbt, war ihr eigen.