„Sie haben mir noch nicht einmal die Hand gegeben.“
„Ich hielt es für richtiger —“
„Wie Sie wollen. — Es freut mich zu sehen, daß es Ihnen gut geht. Es geht Ihnen doch gut?“
„O ja, wir können zufrieden sein.“
„Und damals — sagen Sie mir, Julie, denken Sie nie mehr an damals?“
„Was wollen Sie von mir? Lassen wir doch die alten Geschichten ruhen! Es ist gekommen, wie es kommen mußte und wie es für uns alle gut war, meine ich. Sie haben schon damals nicht recht nach Ilgenberg hereingepaßt, mit allen Ihren Ideen, und es wäre nicht das Richtige gewesen —“
„Gewiß, Julie. Ich will nichts Geschehenes ungeschehen wünschen. Ich wollte nur irgend ein Wort von damals hören, eine Erinnerung. Sie sollen nicht an mich denken, gewiß nicht, aber an alles andere, was dazumal schön und lieb war. Es ist doch unsere Jugendzeit gewesen, und die wollte ich noch einmal aufsuchen und ihr ins Auge sehen.“
„Bitte, reden Sie von anderem. Für Sie mag es anders sein, aber für mich liegt zu viel dazwischen.“
Ich sah sie an. Alle Schönheit von damals hatte sie verlassen, sie war nur noch Frau Herschel.
„Allerdings,“ sagte ich grob und hatte nichts dagegen, als nun der Mann mit zwei Flaschen Wein zurückkam. Die erste Flasche wurde aufgemacht und ich war nicht verletzt, als Julie das Mittrinken ablehnte.