„Weil es schön ist! Ja, es ist einfach schön.“
„So? Das ist aber doch kein Grund, sich so aufzuregen.“
„Aber Sie sagen, es sei süßlich und habe keinen Wert. Und es ist doch wirklich schön.“
„Meinen Sie? Ja, wenn Sie so felsenfest wissen, was schön ist, sollte man Ihnen einen Lehrstuhl einräumen. Aber wie Sie sehen, Paul — diesmal stimmt Ihr Urteil nicht mit der Ästhetik. Sehen Sie, es ist gerade umgekehrt wie mit Thucydides. Den findet die Wissenschaft schön, und Sie finden ihn schrecklich. Und den Frithjof —“
„Ach, das hat doch mit der Wissenschaft nichts zu tun.“
„Es gibt nichts, schlechterdings nichts in der Welt, womit die Wissenschaft nicht zu tun hätte. — Aber, Herr Abderegg, Sie erlauben wohl, daß ich mich empfehle.“
„Schon?“
„Ich sollte noch etwas schreiben.“
„Schade, wir wären gerade so nett ins Plaudern gekommen. Aber über alles die Freiheit! Also gute Nacht!“
Herr Homburger verließ das Zimmer höflich und steif und verlor sich geräuschlos im Korridor.