„Und jetzt müssen wir ein Ende machen, und du mußt es auch nicht schwer nehmen, es lauft auf der Gasse voll mit Mädchen, und ich bin nicht die einzige und auch nicht die rechte für dich, wo du doch studierst und später ein Herr wirst und vielleicht ein Doktor.“
„Nein du, Tine, sag das nicht!“
„Es ist halt doch so und nicht anders. Und das will ich dir auch noch sagen, daß das niemals das Richtige ist, wenn man sich zum ersten Mal verliebt. So jung weiß man ja noch gar nicht, was man will. Es wird nie etwas draus, und später sieht man dann alles anders an und sieht ein, daß es nicht das Rechte war.“
Karl wollte etwas antworten, er hatte viel dagegen zu sagen, aber vor Leid und innerem Schluchzen brachte er kein Wort heraus. Doch kämpfte er tapfer mit den Tränen und hielt sich männlich aufrecht.
„Hast du was sagen wollen?“ fragte die Tine.
„O du, du weißt ja gar nicht — —“
„Was, Karl?“
„Ach, nichts. O Tine, was soll ich denn anfangen?“
„Nichts anfangen, bloß ruhig bleiben. Das dauert nicht lang, und nachher bist du froh, daß es so gekommen ist.“
„Du redest, ja, du redest —“