„Pardon?“

„Das Brot ist ja gar nimmer da.“

„Nicht möglich! Das Brot? Wahrhaftig — verschwunden! Da soll doch das Donnerwetter! Natürlich wieder der verdammte Wind.“

„Na, ich habe so meine Gedanken. Mir war doch vorher, ich hörte Sie was essen.“

„Was? Ich etwas gegessen? Was denn?“

„Das Brot vermutlich.“

„Sie sind beleidigend deutlich in Ihren Vermutungen, Herr Marder. Man muß ja von Nachbarsleuten ein Wort vertragen können, aber das ist zu viel. Das ist zu viel, sage ich. Haben Sie mich verstanden? — Nun soll ich das Brot gegessen haben! Was glauben Sie eigentlich? Erst soll ich die fade Geschichte von Ihrer Perle zum tausendstenmal anhören, dann habe ich eine gute Idee, wir legen das Brot hinaus —“

„Das war ich! Ich habe das Brot hergegeben.“

„— wir legen das Brot hinaus, ich lege mich hin und passe auf, alles geht gut, da kommen Sie mit Ihrem Geschwätz dazwischen — die Spatzen natürlich auf und davon, die Jagd verhunzt, und nun soll ich auch noch das Brot gefressen haben! Na Sie können warten, bis ich wieder mit Ihnen verkehre.“

Dabei gingen Nachmittage und Abende leicht und schnell vorüber. Ich war bester Laune, arbeitete gern und rasch und wunderte mich, daß ich früher so träg und verdrossen und schwerlebig gewesen war. Die besten Zeiten mit Richard waren nicht schöner gewesen als diese stillen, heiteren Tage, da draußen die Flocken tanzten und am Ofen wir zwei samt dem Pudel es uns wohl sein ließen.