„Erzähl mit was. Vielleicht vom Tapir.“

Ich erzählte vom Tapir, er schloß die Augen und ich hatte meine Mühe, zu sprechen wie sonst, denn das Weinen stand mir fortwährend nahe. Und wenn ich glaubte, er höre mich nicht mehr oder schlafe, dann verstummte ich sogleich. Da machte er wieder die Augen auf.

„— Und dann?“

Und ich erzählte weiter, vom Tapir, vom Pudel, von meinem Vater, vom kleinen bösen Mattheo Spinelli, von Elisabeth.

„Ja, sie hat einen dummen Kerl geheiratet. So geht’s, Peter!“

Oft fing er plötzlich an vom Sterben zu sprechen.

„Es ist kein Spaß, Peter. Die allerschwerste Arbeit ist nicht so schwer wie Sterben. Aber man macht’s doch durch.“

Oder: „Wenn die Quälerei überstanden ist, kann ich schon lachen. Bei mir lohnt sich das Sterben doch, ich werde einen Schnitzbuckel, einen kurzen Fuß und eine lahme Hüfte los. Bei dir wird’s einmal schad sein, mit deinen breiten Schultern und schönen gesunden Beinen.“

Und einmal, in den letzten Tagen, wachte er aus einem kurzen Schlummer auf und sagte ganz laut:

„Es gibt gar keinen solchen Himmel, wie der Pfarrer meint. Der Himmel ist viel schöner. Viel schöner.“