„Nein, laß nur,“ sagte die Mutter. „Pierre kommt ins Bett und wird fein warm gewickelt, dann schläft er tüchtig aus und wird morgen wieder gesund. Nicht wahr, Schatzi?“

Der Kleine hörte nicht zu, und er schüttelte abwehrend den Kopf, als ihm der Vater noch mehr zu essen geben wollte.

„Nein, zwingen soll er sich nicht dazu,“ sagte die Mutter. „Komm nur mit, Pierre, wir gehen zu Bett, da wird alles wieder gut.“

Sie nahm seine Hand und er stand schwerfällig auf. Schläfrig folgte er der Mutter, die ihn mit sich zog. Aber in der Türe blieb er stehen, verzog das Gesicht und krümmte sich zusammen, und in einem Anfall von Übelkeit gab er alles wieder von sich, was er eben gegessen hatte.

Veraguth trug ihn ins Schlafzimmer und überließ ihn der Mutter. Glockenzüge klangen und Dienstboten liefen treppauf und ab. Der Maler aß einige Bissen, zwischenein lief er zweimal wieder zu Pierre hinüber, der nun ausgekleidet und gewaschen in seiner messingenen Bettstatt lag. Dann kam Frau Adele zurück und berichtete, das Kind sei ruhig und ohne Schmerzen und scheine einschlafen zu wollen.

Der Vater wandte sich an Albert: „Was hat Pierre gestern zu essen bekommen?“

Albert besann sich, wandte aber seine Antwort an die Mutter.

„Es war nichts Besonderes. In Brückenschwand ließ ich Pierre Brot und Milch geben, und zum Mittagessen in Pegolzheim bekamen wir Makkaroni und Koteletten.“

Der Vater fragte inquisitorisch weiter: „Und später?“

„Er wollte nichts mehr nehmen. Am Nachmittag kaufte ich bei einem Gärtner Aprikosen. Von denen hat er nur eine oder zwei gegessen.“