»Ein bißchen. Man sucht sich eben über Wasser zu halten und womöglich was für die Kinder auf die Seite zu tun. Ich führe auch recht gute Zigarren. – Und du? Was macht die Fabrik?«

»Die hab' ich aufgegeben.«

»Im Ernst? Ja warum denn?«

»Die Geschäfte sind nimmer gegangen. Wir haben Hungersnot und Aufstände gehabt.«

»Ja, das Rußland! Ich hab' mich immer ein bißchen gewundert, daß du gerade in Rußland ein Geschäft angefangen hast. Schon dieser Despotismus, und dann die Nihilisten, und die Beamtenwirtschaft muß ja arg sein. Ich habe mich immer ein bißchen auf dem Laufenden gehalten, du begreifst, wenn ich doch einen Verwandten dort wußte. Der Pobjedonoszeff – –«

»Ja, der lebt auch noch. Aber verzeih', von Politik verstehst du sicher mehr als ich.«

»Ich? Ich bin gar kein Politiker. Man liest ja so ein bißchen im Blatt, aber – – Nun, und was machst du denn jetzt für Geschäfte? Hast du viel verloren?«

»Ja, tüchtig.«

»Das sagt er so ruhig! Mein Beileid, Vetter! Wir haben hier ja keine Ahnung gehabt.«

Schlotterbeck lächelte ein wenig.