Ich weiß ganz genau, was es mit ihm für ein Bewenden gehabt hat, aber deswegen freue ich mich doch jedes einzige Mal, wenn er bei uns kommt.« Als man in sie drang, sie solle erzählen, was sie wisse, sagte sie: »Das tu' ich nicht; deswegen hat Garberding mich das nicht wissen lassen.«

Da Volkmann irgendeine Entschädigung für seine Hilfe ablehnen würde, wie sie annahm, strickte sie ihm Strümpfe, ließ ihm Hemden und Unterzeug machen, woran es ihm fehlte, und er nahm das dankend an, denn es war ihm, als käme es von seiner Mutter.

Wenn sie beide allein waren, erzählte er ihr von seinem Leben in den kanadischen Wäldern und sie weinte still vor sich hin, als sie die Geschichte von der kleinen Margerit vernahm.

Als dann eines Abends Lüder ihr sein Herz ganz ausschüttete und ihr haarklein erzählte, warum er keinen heilen Namen mehr habe, wuchs er ihr vollends in das Herz, und ihr war, als wenn es ihr eigener Sohn wäre.

Da er in Kleidung und Gebaren ganz zum Bauern geworden war, sah sie sich im Kirchspiele nach einer Frau für ihn um und ließ sich bald auf diesen, bald auf jenen Hof fahren, setzte es durch, daß Lüder sie dabei begleitete und freute sich, wenn sie bemerkte, daß manches wohlhabende Bauernmädchen auf ihn mit Wohlgefallen sah.

Als sie aber einmal ganz von weitem die Rede darauf brachte, daß es an der Zeit wäre, daß er sich eine Frau nähme, und er nicht darauf zuschlug, nahm sie vorläufig davon Abstand.

Zu Jakobi hörte Volkmanns Pachtzeit auf, und nun zogen Volkmann und Ramaker wieder auf den Hilgenhof; anfangs führte eine Witfrau mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter ihm den Haushalt.

Im Januar kam Ramaker nach langem Drucksen damit zutage, daß er ein Mädchen an der Hand habe, eine Kätnertochter aus Breeden, und wenn der Bauer nichts dawider habe und ihn dann noch behalten wollte, so möchten sie wohl bald heiraten.

Lüder paßte das sehr gut, besonders, als er das Mädchen kennengelernt hatte, denn Frau Könnecke war mürrischer Art und nicht gewöhnt, abseits vom Dorfe zu leben.