Er hatte seine Hand auf ihrem Knie liegen, und sie lachte: »Was du für eine Hand hast, Göde, als wie ein Heidbrink.«
Er lachte auch und sagte: »Ja, deine sieht dagegen aus, wie das Kalb neben der Kuh. Aber arbeiten kann sie deswegen doch.«
Meta sprang auf. »Ich dachte, es wäre einer auf der Diele gegangen.«
Als sie sich wieder neben ihn setzen wollte, faßte er sie um, zog sie auf den Schoß, schlug seine Arme um sie und küßte sie ein über das andere mal, bis ihr der Kopf hintenüberfiel und sie stöhnte: »Göde, Göde, nicht so wild; mir geht ja ganz der Atem weg. Und wie ich wohl am Kopfe aussehe!«
Er aber lachte: »Fein siehst du aus, Meta; du siehst immer fein aus. Keine sieht so glatt aus als wie du,« und dann fing er wieder an, sie zu drücken und zu küssen, bis ihr mit einem Male die Augen überliefen und sie ihn umfaßte und ihm einen schnellen Kuß gab, der sein Blut ganz wild machte. Und dann sprang sie auf und ging in das Haus.
Göde ging ihr nach und fand sie vor der Eimerbank stehen und aus der Schöpfkelle trinken. »Bist du auch so durstig?« fragte er lachend; »ich auch!«
Sie hielt ihm die Kelle hin und er trank. Aber dann faßte er sie wieder um, küßte sie und flüsterte: »Ach Meta, meine Meta. Du glaubst gar nicht, wie gern ich dich habe. Hast du mich auch so gern?«
Sie sah ihn mit hellen Augen an. Dann fiel sie ihm um den Hals und ließ sich von ihm küssen und lag an seiner Brust ohne eigenen Willen, und er fühlte, wie ihr Herz klopfte.
Sie fuhren auseinander; draußen gingen Schritte. Der Bauer und die Bäuerin kamen zurück.