Es gab ein großes Hallo, als Göde mit Meta ankam, denn Göde machte sich seit dem Mai rar und Meta war ein seltener Vogel auf Tanzefesten, trotzdem sie besser tanzen konnte als die meisten Mädchen.
Aber heute konnte sie gar nicht zugange kommen, weil ihr unfrei zu Sinne war, und Göde ging es auch so, und so setzten sie sich in die Dönze und tranken ein paar Glas Wein.
Danach wurde ihnen leichter zu Mute. Göde warf den Musikanten einen Taler hin und bestellte einen Bunten, und hinterher einen Kontrazweitritt, und als sie erst einmal im Gange waren, kamen sie aus dem Tanzen nicht mehr heraus, und sogar Meta sang die Tanzlieder mit und trank mit Göde aus einem Glase den Muskateller.
Es war schon Nacht, als sie nach Hause gingen. Der halbe Mond stand am hellen Himmel, an dem alle Sterne versammelt waren. Die Luft war weich und warm und kein Lüftchen rührte sich.
Eng aneinandergedrückt gingen die beiden Liebesleute über die Haide, einer den Arm um die Lenden des anderen und die Hände ineinander.
Lange sprachen sie nichts, bis Meta sagte: »Wie schön war es heute und wie schön ist es noch!«
Göde drückte sie noch fester an sich und sagte: »Und wird noch schöner werden, Meta,« und voller Freuden fühlte er, wie sie ihren Kopf noch mehr gegen seine Schulter lehnte.
Schweigend gingen sie weiter; Göde streichelte ihre Hand und flüsterte ab und an: »Meta, meine liebe Meta!« Weiter konnte er nichts sagen.