Der Junge schüttelte den Kopf: »Er ging gestern nachmittag bei fünfe weg und sagte, er wäre bei elfe wieder da. Er wollte nach den Kartoffeln, weil da das Wild Schaden gemacht hatte, und darum nahm er das Gewehr mit. Auf dem Piewittskruge war ich auch schon, da ist er auch nicht gewesen, und da mußte er doch vorbei, wenn er vom Felde zurück wollte, und zumeist kehrt er da ein. Der wilde Meyer war gestern abend da und da hat es bis nach eine gedauert.«

Der Bauer wühlte in der Krippe, damit der Junge ihm nicht in das Gesicht sehen sollte und überlegte, was zu machen war.

Nach dem Windbruche konnte er nicht gehen; er hatte da nichts zu suchen, und wenn es ein Unglück gegeben hatte, dann machte er sich mit verdächtig, denn es war so gut wie sicher, daß die Förster die Blöße den ganzen Tag über im Auge behalten würden.

Dreimal schickte die Voßbäuerin bis Mittag und ließ fragen, ob Kordes nicht da war.

Als es bei vier Uhr war, konnte der Bauer sich vor Unruhe nicht mehr bergen; er hatte sich einen Plan gemacht. Er sagte dem ersten Kleinknecht, der ein Waisenkind war und an ihm hing wie ein Hund, weil er es noch nie so gut gehabt hatte, als wie auf dem Hansburhofe: »Tönnes, nimm die Schute mit, das Wasser hat mir den Abfluß bei dem Hehlloh zugeschwemmt.«

Als sie dort waren, wies er ihn an, die toten Pflanzfuhren zu zählen, und er selber machte sich an dem Grabenkopf zu schaffen.

Nach einer Weile meinte er: »Nun geh man wieder nach Hause. Ich will nach dem Förster gehen und ihn fragen, ob er mir mit Pflanzfuhren aushelfen kann.«

»Na, kannst auch mitgehen,« rief er hinter ihm her; »wir haben auf dem Kruge noch einen Korb stehen und das vergißt sich sonst.«

Sie gingen den Pattweg entlang, den Hehlmann gestern gegangen war. Als sie an dem Königlichen waren, blieb der Bauer stehen: »Ich glaube, am besten gehen wir über den Windbruch, das ist ein Richteweg.« Er wandte sich nach links, bis er an die verwachsene Bahn kam, und bald standen sie auf der Blöße.