In den Piewittskrug ging er nicht mehr, weil von da aus das Unglück gekommen war; zudem verkehrten da jetzt meist nur Knechte und fremde Völker.

Die Jagd war ihm halb und halb verleidet; er ging nur mit der Büchse los, wenn das Wild ihm zu viel Schaden machte oder wenn er einen Bock fortschenken wollte. Das Hehlloh hatte er an den Oberförster verpachtet; er wollte damit nichts mehr zu tun haben.

Ganz stumpf lebte er seine Tage hin. Wenn er in den anderen Wirtschaften einkehrte, trank er, bis ihm die Augen klein wurden und ging dann ruhig nach Hause, und am anderen Tage schämte er sich.

Als er im Bruche Grummet auflud, nahm Anna ab. Es war ein Hauptheuwetter an dem Tage, so eins, wo die Mädchen alle blanke Augen haben und das ganze Bruch voll von Lachen und Juchen ist.

Jedes Mal, wenn das Mädchen das Schoof annahm, sah sie ihm in die Augen. Der helle Fluckerhut stand ihr gut zu Gesichte und ihre Arme, das war eine wahre Pracht, wie rund die waren und so schön braun.

Als der Wagen fortfuhr, vesperte er mit ihr unter einer krausen Fuhre, und es fiel ihm auf, wie schöne Zähne sie hatte und wie gut sie aß, denn seitdem er die Hohenhölter Herrschaften hatte essen sehen, war es ihm zuwider, wenn einer hörbar oder hastig aß.

Er hielt ihr die Flasche hin. »Ist es ein süßer?« fragte sie und sah ihn aus kleinen Augen an; »'n andern mag ich nicht.« Da stellte er die Flasche hin und nahm sie in den Arm.

Hinterher war er es, der an die Folgen dachte, aber das hübsche Mädchen lachte und sagte: »Hab' man keine Bange, daß ich dir Ungelegenheiten mache; dafür kann ich dich viel zu gut leiden. Da hast du meine Hand drauf.«