Das wurde ihm nicht schwer, denn eines Abends kam der wilde Meyer zu ihm und sah ganz begossen aus; über den Piewittskrug war ein Donnerwetter heruntergegangen; der Krüger war wegen Hehlerei und wegen Duldens von Glücksspiel und seine Frau wegen Gelegenheitsmacherei nach Celle gebracht.
Der wilde Meyer hatte eine Hundeangst auf dem Leibe, daß er als Zeuge vor Gericht müsse.
Acht Tage später kam ein Mann auf den Hehlenhof und wollte den Bauern sprechen; da er ihn nicht antraf, ging er ihm in das Holz nach. Es war Almas Vater; er war Lohndiener in der Stadt und sah wie nichts Gutes aus.
Er redete erst lange hin und her und das Ende vom Liede war, daß der Bauer noch einmal fünfzig Taler herausrücken mußte, denn wie der Kerl, der sich groß beleidigt anstellte, sagte, war seine Tochter noch keine sechzehn alt und unbescholten.
Hehlmann, der sonst für alles eintrat, was er getan hatte, und eigentlich nicht wußte, was Reue war, machte hinter dem Manne ein Gesicht, als wenn er in Unrat getreten hatte; ihm war ebenso scheußlich zumute wie damals, als er mit Tönnes und Hein Gird im Ruhhorn Fische gestohlen hatte und die beiden auf die lange Bank mußten.
Noch dümmer aber kam er sich vor, als er nach der Gerichtsverhandlung, in der der Piewittskrüger zu Zuchthaus und seine Frau zu Gefängnis verdonnert waren, von dem wilden Meyer hörte, daß die Alma erstens über achtzehn Jahre alt war, und daß ihr Vater sowohl Meyer, wie den roten Schmidt und nicht minder Scheele und Drewes ebenso geleimt hatte wie ihn, und er dankte seinem Schöpfer, daß er davor bewahrt geblieben war, Zeuge spielen zu müssen.
Als er hinterher eines Abends in Celle aus dem Ratskeller kam, wo er mit dem Vollmeier Mönchmeyer aus der Allermarsch über einen Pferdehandel einig geworden war, sah er Miken daherkommen.
Sie war in Sammet und Seide und sah noch viel schöner aus als früher, aber er trat schnell hinter sein Gespann; er hatte genug von dieser Sorte Weibervolk.