„Jedenfalls geht es euch so gut,“ fährt er fort, „daß ihr eine erhebliche Vergrößerung eurer Wirtschaft in Angriff nehmen könnt. Es kommt mir das nicht unerwartet, denn ich habe euch natürlich im Auge behalten. Das zweite Hektar ist euch bewilligt, und auch für das Darlehen werde ich eintreten. Nur — nur —“ er stockt und sieht sie wieder an, „nur scheint mir, daß ihr noch von der Bauzeit her dies und jenes in Ordnung zu bringen habt.“

Jons und Erdme werfen sich einen heimlichen Blick zu. Was kann er nur meinen?

Und er sieht sie immer weiter an mit starren, bohrenden Augen, als ob sie splinterfasernackig vor ihm stünden.

„O Gott, o Gott!“ denkt die Erdme. Denn was hat die Ulele gesagt?

Und das Versprechen fällt ihr ein, das sie sich am Abend ihrer Trauung im Matzicker Chausseegraben gegeben haben. Ach, wie bald ist das vergessen gewesen!

„Es scheint, ihr wißt nicht, was ich meine,“ fährt der Moorvogt fort. „Geht also nach Hause und denkt darüber nach. Wenn ihr findet, daß ich Unrecht habe, dann kommt wieder, aber nicht früher.“

Damit sind sie entlassen.

In stolzer Hoffnung waren sie gekommen. Stillschweigend, mit gesenkten Köpfen gehen sie wieder heim.

„Allwissend ist Gott allein,“ denkt die Erdme.

„Hier hilft bloß eines,“ sagt schließlich der Jons, „daß wir nun doch noch unter die Gebetsleute gehen.“