In ihrem Mitleid fällt der Erdme das Mittel ein, das der Nachbar Witkuhn die einzige Rettung genannt hat, und sie entschließt sich, die verängstigte Frau langsam an den Gedanken des Weggehens zu gewöhnen.
Ob ihr Mann, der Smailus, gut zu ihr ist.
Sie kann nicht klagen. Schläge kriegt sie keine, trinken tut er auch nicht, aber — und nun legt sie den Mund ganz dicht an Erdmes Ohr — „aber er wartet schon“.
„Worauf wartet er denn?“ fragt die Erdme.
Da macht die Frau die Augen weit auf — die richtigen Unglücksaugen macht sie — und sagt ganz leise ihr großes Geheimnis: „Er wartet schon auf die Vierte.“
„Woher weißt du das?“
Sie weiß es nicht, aber das fühlt man.
Die Erdme wird dreister. „Da kannst du ihm aber behilflich sein,“ sagt sie.
„Womit?“
„Indem du gar nicht erst wartest, bis sie dich ’raustragen. Dann bist du das Moor los und gehst auf die Heide.“