Die Marjellen sehen sie vorwurfsvoll an und sagen: „Wo sollen wir nun sitzen?“

„Setzt euch auf den Tisch,“ sagt die Erdme. Ihr sind die Beine wie Eis. Sie sucht einen Wollenlappen, um sie zu reiben, und öffnet den Kasten. Da ist das Wasser schon an den Kleidern hochgeklettert und hat alles verfeuchtet. So setzt sie sich auf die Ofenbank und hebt die Beine an der heißen Ziegelwand hoch, denn geheizt ist noch worden. Das wärmt sie wieder ein bißchen.

Die Marjellen haben sich richtig auf den Tisch gehuckt, wo das Frühstück noch ’rumsteht. Sie brechen sich Brotkampen ab und stupsen sie in die Schmalzschüssel. Zum Schmieren sind sie zu träge ...

Die Erdme will die Füße zur Erde sinken lassen, aber erschrocken zieht sie sie wieder zurück, denn das Wasser reicht auch hier schon bis über die Knöchel. Und von unter dem Bett her kommen Kartoffeln geschwommen und der Schmandtopf zum Buttern.

Den fischt sich die Urte glücklich auf, und da nun doch nicht gebuttert wird, so trinken sie ihn umzech aus, und jede freut sich an dem weißen Schnurrbart der anderen.

„Mamma,“ sagt die Katrike, „wenn wir hier ’raus müssen, wer wird uns dann abholen kommen?“

„Der König wird einen Prinzen schicken,“ sagt die Erdme, die sich zu ärgern anfängt.

Und sie wollen sich schief lachen.

Aber da fällt ihnen ein, daß ihre Wichsschuhe in dem Kleiderschrank auf dem Boden stehen und notwendig naß werden müssen.

„Ach, Mamma,“ sagt die Katrike, „du hast ja schon sowieso kalte Füße. Sei so gut und hol uns die Schuhe.“