Da leuchtet es ihnen schon eher ein.

Draußen reicht das Wasser bereits bis an die Knie, und den Marjellen noch höher. Sie heulen und schimpfen, aber hinterher laufen sie doch.

Das Vieh ist ganz wie verrückt. Die Schweine drehen sich quiekend im Kreise, und die Kühe reißen ihr mit den Halftern die Hände wund. Nur das Pferdchen steht voll Ergebung und zittert.

Mein Gott, und der Vater kommt immer noch nicht!

Da plötzlich steht der Nachbar Witkuhn hinter ihr — naß bis gegen den Nabel.

„Ich hab’ mein Vieh dem Smailus mitgegeben,“ sagt er. „Die Schweine sind in den Graben geraten und werden ertrinken. Eure kriegt ihr schon nicht mehr heraus.“

„Was wird werden, Nachbar?“ Sie ringt die Hände.

„Euer Heuboden hat Raum. Es ist das Beste, ihr schafft die Kühe hinauf.“

Die Erdme glaubt nicht recht gehört zu haben. Seit wann kann eine Kuh die Leiter hochklettern?

„Bringt Säge und Schaufeln,“ sagt er. „Auch Mistgabeln bringt, ich werd’s euch zeigen. Dann muß ich ’rüber, meine Frau auf den Boden tragen. Die liegt im Bett und kann sich nicht rühren.“