„Erst geht in mein Haus und wärmt euch,“ sagt der Moorvogt. Da gewahrt er das Bett mit der toten Frau, das immer noch hinterherschwimmt. Sein Gesicht, das von dem zweinächtigen Tagewerk wild gedunsen und rot ist, wird lang und grau. Er schlägt sich mit den Fäusten vor die Stirn, und wie einer, den beim letzten kleinen Anlaß Verzweiflung überkommt, sagt er leis’ vor sich hin:

„Alles umsonst. Zwanzig Jahre Arbeit umsonst.“

Aber in demselben Augenblick hat er sich schon einen Ruck gegeben und ist obenauf. Niemand als die Erdme hat den heimlichen Aufschrei gehört.

Das Bett wird losgemacht und an den Chausseedamm herangefischt. Und während es langsam dem Wasser entsteigt, ziehen die Männer die Mützen vom Kopf. Einer stimmt an, und alle bis weit in die Ferne hinein, auch jene, die noch nicht wissen können, was los ist, singen das alte Begräbnislied:

Jau su Diewu gywenkite

Jus mylimi, ne werkite,

Kunelí manó dekite

I zemé ir pakaskite.

Das heißt auf deutsch:

„Lebt in Gottes Schutz, ihr Lieben,