So fahren sie wieder zurück. Die Erdme hat das Kopftuch um Mund und Backen gebunden und redet kein Wort. Was soll sie auch reden? Man muß sich ja fürchten zu denken — um wieviel mehr noch zu reden!
Auch dem Nachbar ist die Kehle erfroren. Und so kommen sie an.
Was sie da finden, glaubt keiner. Ich kann es euch zehnmal erzählen, ihr glaubt es mir doch nicht.
Die Kühe sind weg. Die Schweine sind weg, die Betten sind weg. Auch der andere Hausrat von drüben ist weg. Die Urte ist ebenso weg. Und selbst die kröt’sche Marjell, die Jette, ist weg.
Dem Nachbar Witkuhn Seine, die ein ordentliches Mädchen ist, sieht die erschreckten Gesichter und fängt hell zu weinen an. Sie haben gesagt, es geschehe im Auftrag der Erdme, sonst hätte sie den Nachbar Smailus gerufen oder sonst wen — und sie schielt hinüber nach Baltruschats Haus.
Was bei Jesu Namen ist also geschehen?
Bald nach elfe ist ein Leiterwagen vorgefahren. Darauf haben die Brautleute gesessen und haben erklärt, sie wollten jetzt alles überführen, was in die künftige Wirtschaft gehört. Und die Mutter wäre schon dort, um einzurichten, und käme nur später noch einmal, die eigenen Sachen zu holen.
Und dann haben sie vorne das Hausgerät aufgeladen und hinten die Schweine. Und die Kühe haben sie angebunden, und so sind sie davongefahren. Und die Urte hat ihr noch fünf Mark geschenkt für die gute Bedienung.
Ja richtig! Zwei Briefe haben sie auf den Tisch gelegt. An wen die sind, weiß sie nicht, denn Aufschrift hat keiner.
Der Erdme wird das Kreuz ganz steif und gefühllos. Der Nachbar und die Magd müssen sie in die Stube tragen.