Aber wie kann er? Sie selber hat ja den Schlüssel.

So drückt sie also die Klinke auf zum Vorflur.

Da kommt aus dem Finstern was Helles gesprungen und riecht an ihr hoch und riecht und riecht und stellt sich dann vor sie hin und fängt zu heulen an, wie ein Mensch heult.

Heult er vor Freude? Heult er vor Jammer? Wer kann es wissen?

Ihre Augen haben sich schon an das Dunkel gewöhnt, und wie der Jons in seinen Kleidern aus der Stubentür tritt, erkennt sie ihn deutlich. Sie sieht auch gleich, daß er nüchtern ist. Bloß verschlafen scheint er zu sein.

Und wie er fragt, wer da ist, gibt sie gar nicht erst Antwort, sondern fällt vor der Feuerstelle zusammen. Sie denkt, nun wird er die Schaufel nehmen oder die Axt.

Aber was tut er?

Er macht die Haustür weit auf, damit er sie besser besehen kann, und dann stellt er sich neben sie hin und fragt: „Ist es noch immer das Kreuz, daß du nicht aufkannst?“

Nein, das Kreuz ist es nicht mehr, auch die Angst ist es nicht mehr, jetzt sind es die Tränen, daß sie nicht aufkann.

Und sie kniet vor der Feuerstelle und legt die Stirn auf die Kante und weint und weint, weil sie da ist und weil er die Axt nicht nimmt oder die Schaufel.