Aber sie glaubte ihm nicht. Und er fuhr fort: „Denkst du denn, daß Menschen sich acht Stunden lang in so ’nem Wetter draußen herumtreiben können? Oder sich erst den Platz aussuchen zum Landen? Da ist es jedem egal, wo ihn der Sturm an den Strand wirft. Du aber komm ins Trockene, denn dir klappern ja alle Glieder.“
Und er führte sie in den Schuppen und schlug die Tür hinter sich zu, so daß sie fortan im Halbdunkel waren.
An den Wänden hingen die Netze, und über das Heu, das im Winkel lag, war der Mantel des Jurris gebreitet. Da hielt er sich wohl öfters versteckt, wenn alle ihn suchten.
Und sie streichelte den Mantel mit ihren erklammten Fingern und küßte den Saum und sagte: „Komm doch wieder! Komm doch wieder!“
Aber weinen konnte sie nicht mehr, denn sie hatte schon all ihre Tränen verschüttet.
Der Jozup stand daneben und biß sich die Lippen. Und dann sagte er: „Warum soll er eigentlich wiederkommen? Es sind ihrer genug da, die bloß auf dich warten.“
Da drehte sie sich um und spie nach ihm.
„Warum speist du mich an,“ sagte er, „da ich doch einstmals dein Mann sein werde?“
Und sie sagte: „Laß mich hinaus. Ich habe schon lange gewußt, was du für einer bist.“
Aber er drückte sie auf den Mantel zurück, und indem er ihre Hände hielt wie in Klammern geschroben, sagte er folgendes: „Du betest da immerzu, er möchte doch wiederkommen, aber wenn ich jetzt als sein Freund mein Gebet mit dem deinen vereinigen wollte, dann würde es lauten: er soll nicht wiederkommen. Und er wird auch nicht wiederkommen. Wenigstens als Lebendiger nicht. Und darum gehörst du schon mir, und das will ich dir gleich beweisen.“