Und beide trinken und sehen sich an, bis Indre sich ein Herz faßt und ihn fragt: „Mein Ansaschen, was heißt das — eine Madonna?“
„So nennt man die katholische heilige Jungfrau,“ sagt er.
Sie zieht die Lippen hoch und sagt verächtlich: „Wenn’s weiter nichts ist.“ Denn die Neidischen, die sie ärgern wollten, haben sie schon als Mädchen so genannt, und sie ist doch stets eine fromme Lutheranerin gewesen.
Und sie trinken immer noch mehr, und Indre fühlt, daß sie rote Backen bekommt, und weiß sich vor Fröhlichkeit gar nicht zu lassen.
Da plötzlich fällt dem Ansas ein: „O Gott — die Eisenbahn! Und die Uhr ist gleich sechse!“
Er ruft den feinen Herrn herbei und bezahlt mit zwei harten Talern. Dann fragt er noch nach dem kürzesten Wege zum Bahnhof. Aber wie sie nun eilends dorthin laufen wollen, ergibt es sich, daß sie nicht mehr ganz gerade stehen können.
Die Leute lachen hinter ihnen her, und die Dame am Nebentisch sagt bedauernd: „Daß diese Litauer sich doch immer betrinken müssen.“
Hätte sie gewußt, was hier gefeiert wird, so hätte sie’s wohl nicht gesagt.
Die Straße zum Bahnhof führt ziemlich nah an den Schienen entlang. Sie laufen und lachen und laufen.
Da mit einmal macht es irgendwo: „Puff, puff, puff.“