»Es ist mein Los, sehr oft schlechte Nächte zu haben durch – mein Leiden«, sagte ich.
»Sie haben ein Leiden?« fragte er.
»Wußten Sie das nicht?« gab ich ihm zur Antwort. »Ich leide an Asthma – nach Ausspruch der Ärzte ein unheilbares Leiden.«
»Wirklich unheilbar?«
Ich zögerte einen Augenblick, dann sagte ich: »Ja.«
»So.« – Er sah vor sich nieder, eine ganze Weile. Mir klopfte das Herz.
»Das tut mir leid«, sagte er aufblickend. »Ich danke Ihnen.«
Wir verabschiedeten uns mit einem Händedruck.
Ich konnte all die Tage Mutter nicht ansehen, ohne sie im stillen um Verzeihung zu bitten, denn hatte ich sie nicht eines großen Glückes beraubt? Aber konnte, durfte ich anders handeln? Und dann, so wie Monz ist, hätte ich nicht in ewiger Unmündigkeit neben ihm her wandeln und mich in allem seinem Urteil, seinen Ansichten fügen müssen? Kann man das ohne große Liebe?