»Von mir«, sagte ich.
»Sehen Sie denn nicht,« rief er aus, »mit allem Talent, dem größten Fleiß – nichts vermögen Sie zu erreichen ohne die Kenntnis des menschlichen Körpers.« – Er deutete mit der Hand bald hierhin, bald dorthin: »So sitzt kein Arm, – diese Schulter steht falsch, – sonst vieles sehr, sehr gut. – Ich habe eine Schwester –«
Er brach plötzlich ab: »Mein Gott, was wird ihr Schicksal sein?« – Tränen liefen über seine Wangen. Er ging. Unter der Türe traf mich sein Blick. Welch ein Blick!
Es gab mir einen Ruck – ich konnte nicht anders – ich wollte ihm nacheilen.
Da legte Zarembecki plötzlich die Hand auf meinen Arm: »Kochana Siostra haben mich vergessen, habe noch nicht gehabt Kaffee.« –
Ich führte ihn zum Tisch und bediente ihn. Ich konnte gar nicht genug tun, so dankbar war ich Zarembecki, daß er mich von einem unbesonnenen Schritt zurückgehalten. Ich nahm mir vor, auf meiner Hut zu sein, – mit aller Gewalt, aller Kraft.
Ich betete, betete mit aller Inbrunst, als ich im Bett lag. Einmal schluchzte ich so laut, daß Therese erwachte.
»Hast du geweint?« fragte sie.
»Geträumt«, gab ich zur Antwort.