»Nun denn, wer Sie auch sein mögen, Sie sollen unter meinem Dach in Sicherheit sein,« sagte der Hausherr ernst und glaubte einer jener triebartigen Regungen zu gehorchen, über die der Mensch sich manchmal keine Rechenschaft geben kann.
»Gott vergelte es Ihnen,« setzte der Fremde hinzu und stieß einen tiefen Seufzer aus.
»Sind Sie bewaffnet?« sagte der General.
Statt aller Antwort öffnete der Fremde seinen Pelz und schlug ihn schnell wieder zusammen, so daß der General nichts Genaues hatte sehen können. Er war anscheinend ohne Waffen und in der Kleidung eines jungen Mannes, der vom Ball kommt. So flüchtig der Überblick des mißtrauischen Soldaten gewesen war, so sah er doch genug, um aufzurufen:
»Wo zum Teufel können Sie sich so beschmutzt haben? Es ist doch trockenes Wetter.«
»Noch immer Fragen?« versetzte der Unbekannte in hochmütigem Tone.
In diesem Augenblick bemerkte der Marquis seinen Sohn und erinnerte sich der Lehre, die er ihm eben über strenge Befolgung des gegebenen Wortes erteilt hatte.
Es verdroß ihn so sehr, ihn nun hier zu sehen, daß er in zornigem Tone zu ihm sagte:
»Wie, Hans Narr, du bist hier, statt im Bett zu sein?«
»Ich glaubte, ich könnte Ihnen in der Gefahr von Nutzen sein,« antwortete Gustav.