»Nach der Barrière zu? Nein.«

»Sie haben Ihre Tür niemand geöffnet?«

»Pflege ich denn meine Tür persönlich zu öffnen –?«

»Verzeihung, General, auch jetzt, dünkt mich –«

»Ach was!« rief der Marquis zornig, »wollen Sie sich über mich lustig machen? Wie kommen Sie dazu?«

»Keineswegs, keineswegs, gnädiger Herr,« versetzte der Brigadier höflich. »Sie werden uns unsern Diensteifer nicht verübeln. Wir wissen recht wohl, ein Pair von Frankreich läßt sich nicht dazu herbei, zu solcher Stunde der Nacht einen Mörder aufzunehmen; aber der Wunsch, Erkundigungen einzuziehen –«

»Einen Mörder!« rief der General. »Und wer ist denn der –?«

»Baron de Mauny ist eben durch einen Beilhieb getötet worden,« erwiderte der Gendarm. »Aber der Mörder wird eifrig verfolgt. Wir sind gewiß, daß er sich in dieser Gegend befindet, und werden ihn aufspüren. Entschuldigen Herr General!«

Der Gendarm bestieg bei diesen Worten sein Pferd, so daß er glücklicherweise nicht das Gesicht des Generals sehen konnte. Der Brigadier, gewohnt, überall auf der Lauer zu sein, hätte vielleicht Verdacht geschöpft beim Anblick dieses offenen Gesichts, das die Seelenregungen so getreu widerspiegelte.

»Kennt man den Namen des Mörders?« fragte der General.