»O, mein Vater, ich liebe und verehre Sie, ob Sie nun die Schätze Ihrer Güte oder die Strenge des Zorns über mich ausschütten. Doch lassen Sie diese jähzornigen Worte nicht Ihre letzten sein!«

Der General wagte nicht, seine Tochter anzusehen. In diesem Augenblick trat der Fremde vor und sah Helene mit einem Lächeln an, das zugleich etwas Höllisches an sich hatte.

»Du, der ein Mörder kein Entsetzen einflößt, Engel des Mitleids,« sagte er, »komm, da du darauf bestehst, mir dein Geschick anzuvertrauen.«

»Unbegreiflich!« rief der Vater.

Die Marquise warf ihrer Tochter einen seltsamen Blick zu und öffnete ihr die Arme. Helene sank ihr weinend an die Brust.

»Leb wohl,« sagte sie, »leb wohl, meine Mutter!«

Helene gab entschlossen dem Fremden einen Wink. Der Mann zitterte. Sie küßte ihrem Vater die Hand, küßte in Eile, doch ohne Freude, Moina und den kleinen Abel und verschwand mit dem Mörder.

»Wohin sind sie gegangen?« rief der General, auf die Schritte der beiden Flüchtlinge lauschend.

»Madame,« fuhr er fort, sich an seine Frau wendend,

»hinter diesem Abenteuer steckt ein Geheimnis. Sie müssen es kennen.«