Er hatte noch Kraft genug, die Tränen zurückzuhalten.

Als er diese Worte beendet hatte, traf ein zweiter, besser gezielter Kanonenschuß das Hinterteil des »Sankt Ferdinand« und schlug ein Leck.

»Beidrehen!« befahl der Kapitän in traurigem Tone.

Und der Matrose, der der Anständigkeit des Parisers das Wort geredet hatte, betätigte sich in sehr geschickter Weise bei diesem verzweifelten Manöver.

Die Mannschaft wartete in tiefster Bestürzung eine tödliche halbe Stunde lang. Der »Sankt Ferdinand« führte vier Millionen Piaster, die das Vermögen von fünf Passagieren bildeten. Davon betrug das des Generals eine Million einhunderttausend Frank.

Der »Othello«, der noch um zehn Flintenschüsse entfernt war, zeigte jetzt deutlich die drohenden Mündungen von zwölf schußbereiten Kanonen. Er flog vor einem

Winde hin, den der Teufel eigens für seine Segel blasen zu lassen schien; aber das Auge eines geschickten Seemanns konnte ohne Schwierigkeit das Geheimnis dieser Geschwindigkeit erkennen. Man brauchte nur einen Augenblick den schlanken, langgestreckten Bau der Brigg zu betrachten, ihre Schmalheit, die Höhe ihrer Masten, den Schnitt ihrer Segel, die bewundernswerte Leichtigkeit ihrer Takelage und die Flottheit, mit der alle ihre Leute, so einmütig, als wenn nur ein einziger Mensch dort tätig wäre, die weiße Fläche richteten und ordneten, die ihre Segel darboten.

Alles verriet eine unglaubliche Kraft und Sicherheit an diesem flinken Geschöpf aus Holz, das ebenso rasch, ebenso klug war wie ein Rennpferd oder ein Raubvogel. Die Mannschaft des Korsaren verhielt sich still und war bereit, falls sie auf Widerstand stoßen sollte, das arme Handelsschiff zu vernichten, das sich zu seinem Glück ganz ruhig verhielt, wie ein Schüler, den sein Lehrer über einer Dummheit ertappt hat.

»Wir haben Kanonen!« schrie der General und drückte dem spanischen Kapitän die Hand.

Der letztere warf dem alten Soldaten einen Blick voll Wut und Verzweiflung zu und sagte zu ihm: