»Und wenn er den Tod fände?«

»So würde ich mit ihm sterben.«

»Und deine Kinder?«

»Sie sind Söhne des Meers und der Gefahr, sie

teilen das Leben ihrer Eltern … Unser Dasein ist eines und unteilbar. Wir führen alle das gleiche Leben, sind durch ein und denselben Eid aneinander gebunden und an ein und dasselbe Lebensschiff gefesselt – das wissen wir wohl.«

»Du liebst ihn also so sehr, daß du ihn allem andern vorziehst?«

»Allem,« antwortete sie. »Doch dringen wir nicht in dieses Geheimnis ein. Sehen Sie dieses teure Kind an! Es ist sein Ebenbild.«

Sie preßte Abel mit großem Ungestüm an sich und drückte ihm leidenschaftliche Küsse auf die Wangen und auf das Haar …

»Aber,« rief der General, »ich werde nie vergessen können, daß er eben neun Menschen hat ins Meer werfen lassen.«

»So mußte es eben sein,« antwortete sie, »denn er ist menschlich und edelmütig. Er vergießt so wenig Blut wie möglich, nur daß er unter allen Umständen für die Erhaltung und die Interessen der kleinen Welt sorgen muß, die er beschützt, und die heilige Sache nicht vernachlässigen darf, der er sich gewidmet hat. Sprechen Sie mit ihm über das, was Ihnen unrecht erscheint, und Sie werden sehen, er wird Sie zu einer andern Meinung bekehren.«