»Und sein Verbrechen?« sagte der General, wie mit sich selbst redend.

»Aber,« versetzte sie mit kalter Würde, »wenn das nun eine tugendhafte Tat war? Wenn die Justiz der Menschen ihm die Rache versagte?«

»So darf man sich nicht selbst rächen!« rief der General.

»Was ist denn die Hölle anders,« fragte sie, »als eine ewige Rache für die paar Sünden eines einzigen Tages?«

»Ah! Du bist verloren, er hat dich in Bann geschlagen, dich verwandelt, dich verdorben. Deine Vernunft ist aus den Fugen.«

»Nein, mein Vater, glauben Sie das nicht; denn wenn Sie ihn nur anhören, ansehen wollten, so werden Sie ihn lieben.«

»Helene,« sagte der General ernst, »wir sind nur noch wenige Meilen von Frankreich entfernt.«

Sie zitterte, dann sah sie zu den Fenstern der Kajüte hinaus und zeigte auf das Meer, das dort seine unermeßlichen Savannen grünen Wassers ausbreitete.

»Das ist meine Heimat,« antwortete sie und klopfte mit der Fußspitze auf den Teppich.

»Willst du nicht mitkommen, deine Mutter, deine Schwester, deine Brüder wiedersehen?«