"Was macht er denn?" flüsterte Raffaëla.
Und Jenny, unendlich traurig, die Hand am Munde, dann abwinkend:
"Ach, ich will lieber schweigen!"
Herr Seidel aus Baden zwirbelte unternehmend, mit disziplinierter
Eleganz, seinen Schnurrbart. Er stützte die Hand auf den Schenkel.
Der Ellbogen stand weit ab.
"Boston!" rief der Tanzordner und rutschte mit schleifenden Füßen durch den gebohnerten Saal.
Frau Schnepfe schüttelte den Kopf ob solchen Tumults.
Fräulein Amalie, den Rücken an die Wand gelehnt, streichelte ihren
Zwergpintsch mit der gepflegten Haltung einer Dame, die in der
Hofloge sitzt.
Flametti, noch im Indianerkostüm, ging durch den Saal und quittierte,
mit seiner Stattlichkeit renommierend, die flüssig ihm dargebotenen
Glückwunschbeweise. Man befühlte die Lanze, die Lederhosen, den
Halsschmuck. Auch Herr C. Tipfel von den Sunda-Inseln war da.
"Du poussierst mit Flametti!" warf Bobby der treulosen Traute vor, mit der er seit Wochen in zünftigem Briefwechsel stand. Sie standen beim Vorhang. "Ich hab' es gesehen. Er hat dich ans Bein gefaßt, als du die Treppe hinaufgingst. Ich hab' auch gesehen, wie ihr getuschelt habt miteinander."
"Dummer Fatzke!" gab Traute zurück, "was bild'st du dir eigentlich ein? Bist ja zwei Köpfe kleiner als ich! Willst du eine Frau ernähren!"