"Was wollen Sie?" meinte Flametti, "genügt das nicht?" Er wurde heftig. "Jawohl! Werde mir fünf Soubretten engagieren! Zehn Lehrmädel dazu!"

"Feine Stadt, Basel!" rief Jenny mit erhobenem Zeigefinger und entnahm ihrer Handtasche zwei Schinkenbrote. "Gelt, Max, auf die Meß' gehen wir? Und die Kavaliere bringen uns Leckerli?"

"In Basel gibt's doch die Leckerli", erklärte sie Fräulein Laura, die ebenfalls skeptisch schien. "Solchene Tüten bringen sie an!" Sie zeigte eine Tütengröße von reichlich einem halben Meter. "Und einen zoologischen Garten gibt es: Wildschweine, Strauße, Giraffen! Feine Stadt!"

Fräulein Laura schien ganz Ohr. Nervös sah sie von Flametti zu Meyer, von Meyer zu Jenny.

"Der Herr Meyer meint, das Repertoire reiche nicht aus", lächelte Max zu Jenny.

"Nimm ein Schinkenbrot, Max!"

Herr Meyer spuckte wegwerfend und finster. Und Jenny fühlte sich verpflichtet, deutlichere Begriffe zu geben von dieser gesegneten Stadt.

"Und der Rhein ist da", sagte sie kauend im hübsch ansitzenden
Reisekleid, "und die Polizei ist sehr streng. Papiere und
Heimatschein, da darf nicht das Tüpfel fehlen. Wenn dort eine auf
der Straße geht: zwei Tage. Schon ist sie weg."

Stoßhaft belustigt spuckte Herr Meyer. Doch seine Skepsis war abgründig finster. Jeder Versuch, ihn aufzuhellen, schien vergebens. Und Fräulein Laura zuckte nervös mit den Augenlidern. Sie schien sich gar nicht zurechtzufinden.

Engel langte die Sachen herunter aus dem Gepäcknetz. Bobby sah nach der Uhr und griff die Plakate. Rosa bemühte sich um den Käfig der Turteltauben.