Und sie gingen ins Café Lohengrin und Flametti bestellte zwei helle
Bier und Herrn Meyer klopfte das Herz.
"Also schießen Sie los!" sagte Flametti. Und Herr Meyer holte weit aus.
Mit den Zuständen vor Kriegsausbruch begann er, gab einen Inbegriff seiner Familie, kam dann auf seine Geburt zu sprechen, berührte kurz seine Konfirmation und das Knabenalter, schwenkte dann über zur Gymnasiastenzeit, immer das Typische unterstreichend.
Flametti sah ängstlich auf seine Uhr. Sieben Minuten vor acht. Um acht Uhr begann die Vorstellung.
"Kurz und gut?" fragte er und sah Meyer gespannt ins Gesicht.
"Wir wollen weg, wollen uns selbständig machen."
"Also doch!" meinte Flametti, ein wenig betroffen.
"Ja", sagte Meyer. "Ein gutes Einvernehmen besteht ja doch nicht mehr. ihre Frau hat das zerstört. Laura hat die Affäre mit den Rezepten. Wir brauchen ein Attest für sie. Das kostet Geld. Ich brauche eine neue Hose, ein Paar neue Stiefel. Das Leben stellt Ansprüche. Kurzum: es geht nicht mehr."
"Tun Sie, was Sie nicht lassen können", sagte Flametti. "Sie müssen's am besten wissen. Ich will Ihrem Glück nicht im Wege stehen. Wenn Sie glauben…"
"Ich glaube!" sagte Meyer.