Häsli drehte sich auf dem Absatz und machte sich los. Er war unangenehm berührt.

"Marsch, marsch, fort, komm!" drängte die Jodlerin und packte ihn von neuem heftig am ärmel. Sie gab keinen Pardon.

"Na, mal langsam!" brummte Flametti. Und ihre Tochter zog eine mißmutige Schnute und stampfte hörbar ungehalten "Mutter!"

Aber Frau Häsli ließ sich nicht beirren. "Nein, das ist nichts für uns!" tobte sie und schüttelte abweisend die erhobene Hand. "Die Häslis sind nicht diejenigen, die sich drücken lassen, ich kenne das schon! Ich weiß schon, worauf das hinausläuft. Häsli, komm!"

"Na was ist denn?" interessierte sich Jenny, begütigend und phlegmatisch. Sie kam aus dem Schlafzimmer und steckte sich friedlich das Haar auf.

"Himmelherrgottsakrament!" fluchte jetzt Flametti und schnellte vom
Sofa auf. "Was gibt's denn? Was paßt euch denn nicht? Was wollt
ihr denn? Macht doch den Schnabel auf, wenn euch etwas nicht paßt!"
Die Zornadern waren ihm angeschwollen. Er sah aus wie ein tanzender
Fakir.

Häsli bekam's mit der Angst, schüttelte die Frau ab und meinte kleinlaut: "Max, rechn' 's mal vor!"

"Da ist gar nichts vorzurechnen!" schnitt ihm die Alte das Wort ab. "Gar nicht nötig. Wenn ich hör: siebenundzwanzig Franken fünfzig, dann hab' ich schon genug. Dann braucht man mir gar nichts mehr vorzurechnen!" Und nestelte zitternd an ihrer Bluse.

"Was wollt ihr denn?" schrie Flametti noch lauter und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Stirn. "Fünfzig Franken Vorschuß bei Engagementsantritt—"

Beide nickten, Frau Häsli so hastig, als ob sie nicht abwarten könne, weiter zu hören.