"Angenehmer Flohbiß!" rief Flametti zurück. Er war ein großer Mann und konnte sich's leisten.
Die Hände in den Hosentaschen, breitspurig und schwer, den Schritt wuchtig aufs Pflaster gesetzt, ging er hinüber zur Postfiliale.
"Eine Fünferkarte!"
Der Beamte händigte ihm die Karte aus und Flametti schrieb an Herrn
Fritz Schnepfe, Varietélokal, Basel:
"Werter Freund!
Teile mir, bitte, umgehendst mit, ob du geneigt bist, Flamettis
Varietéensemble zu engagieren für die Zeit vom 1. bis 31. Dezember
laufenden Jahres, sowie die Bedingungen. Wir haben lauter neue
Nummern, erstklassige Attraktionen, und es dürfte nur in deinem
Interesse sein, dir mein Ensemble für die allfällige Zeit zu sichern.
Hochachtungsvoll Dein Flametti."
Kehrte dann zurück in die Quellenstraße und lenkte, am Luftgäßlein
vorbei, vorbei an dem kleinen, aber seiner Weine wegen berühmten
Gasthaus zu den "Drei Sternen", vorbei am Mordloch mit den
Gastwirtschaften "Hopfenzwilling" und "Jerichobinde", vorbei an der
Stutenreite, in die Obere Träufe.
Es war ein Gang voller angestrengter Gedankenarbeit. Im Gehen pflegte Flametti zu denken. Bei scheinbarem Schlendern fand er die besten Entschlüsse.
Zwei Herren kamen die Straße herunter, geradenwegs auf ihn zu.
Verflucht nochmal!