Verflucht nochmal! In der Ecke saß Kranemann! Kranemann, das
Moskitogesicht; Kranemann, die geschniegelte Niedertracht und
Korrektheit; Kranemann, Flamettis erbittertster Feind. Das war nicht
vorauszusehen.
Einen Moment überlegte Flametti. Sollte er umkehren? Soller tun, als habe er sich im Lokal geirrt? Sollte er an den Hut fassen und grüßen: "Salü! Komme später"?
Da stand aber Kranemann schon auf, kam auf ihn zu, wie von ungefähr, und sagte: "Ah, Flametti!—was ist mit der Quittung? Wann wird sie eingelöst? Höchster Termin!"
"Hoi, hoi, hoi!" bockte der und trat einen Schritt zurück. "Nur langsam! Laß erst mal absitzen, damischer Kerl!" Und beschloß jetzt zu bleiben.
"Nix da!" rief Kranemann und faßte ihn leicht beim Kragen, "heut ist der letzte Termin! Zahlen!" und warf ein Zwanzig-Centimes-Stück auf den Tisch.
Und wieder zu Flametti: "Den "damischen Kerl" werden wir uns merken.
Wir sprechen uns noch!" Schob seine Röllchen zurück und verschwand.
"Was hat's denn?" fragte der Wirt neugierig, drückte den schwarzen
Kneifer fester auf die Nase und kam näher. Auch die Gäste am
Kartentisch waren aufmerksam geworden.
"Na", sagte Flametti, "was hat's? Du kennst doch das damische Luder!"
Der Wirt schien das "damische Luder" durchaus nicht zu kennen.
"Ne Halbe?" rief die Kellnerin. Und Flametti nahm Platz.