"Siehst du, Mechmed", begann Flametti, als Mechmed Platz genommen, die Nase geschneuzt und sich ein Helles hatte kommen lassen, das er mit den Händen wärmte, "ist ja alles schön und gut. Wir kennen uns jetzt seit vierzehn Tagen. Wir haben Brüderschaft getrunken. Aber wir müssen doch jetzt einmal weiterkommen. Dein Paß ist abgelaufen—wann?"

"Zweiundzwanzigsten."

"Zweiundzwanzigsten. Bis dahin mußt du das Quantum los sein."

Mechmed nickte, allem Anschein nach ganz vertrottelt und schläfrig.

Flametti rückte seinen Stuhl näher ran und zündete sich eine neue
Zigarette an.

"Hör' mal zu: ich bin doch kein dummes Luder, versteht sich."

Mechmed nickte.

"Du brauchst also innerhalb vierzehn Tagen einen Käufer.—Zwanzig
Prozent!"

Mechmed nahm die Zigarette aus dem Mund, hielt sie zwischen Zeige—und Mittelfinger weit von sich weg, blies langsam den Rauch aus und überlegte einen Moment.

"Zwanzig Prozent Provision?" sagte er dann und wiegte den Kopf, "gut!
Abgemacht! Was heißt?" und war sehr verwundert, wie man an seiner
Courtoisie zweifeln konnte.