"Jawohl", bemerkte Frau Häsli, "da kannst du lange verfolgen, mein
Lieber! Hähä! Seine Blicke verfolgen uns! Ja, übermorgen! Blos du
die Trompet'! Er blost die Trompet'! Der Häsli blost und seine
Schritte verfolgen uns!"

"Süße, geliebte Lotte",

fuhr sie fort,

"Schick' mir ein Paar warme Unterhosen und schreibe mir ausführlich!
Ich sehne mich nach euch und zähle die Tage bis zu meiner Rückkehr."

"Gott sei Dank!" sagte Frau Häsli und schob den Brief in ihren Brustlatz, "jetzt ham sie ihn. Sollen ihn nur recht zwiebeln. Ich werd' dem Hauptmann schon schreiben, daß er ihn sobald nicht wieder losläßt. Wie gesund der ist, wenns ans Prügeln geht! "Heißgeliebtes Herz!" Ja, Scheibenhonig!"

Und ein dritter Brief kam an, für Flametti, aus Basel. Darin stand:

"Werter Freund und Kupferstecher! Flametti!

Indem uns Deine Karte sehr gefreut hat, hätt'st auch einen Brief schreiben können. Damit man weiß, was ihr bringt en detail. Ich bin bereit, Dich zu akzeptieren für die fragliche Zeit und wenn ihr gefällt, dann noch länger. Die Alte kommt zu euch hinübergerutscht für einen Tag, weil sie noch andere Affären hat, und dann könnt ihr einig werden. Die Alte läßt grüßen. Grüß auch Jenny und bringt was rechtes mit.

Sacré nom du dieu!

Dein Fritz Schnepfe und Frau, Varietélokal, Basel."