Und damit auch das übrige Ensemble nicht müßig ging, hatten Engel und Bobby Beleuchtungsproben mit bengalischem Rot, wozu sie die Pfanne und Pulver besorgen mußten.
Herr Arista studierte ein neues Lied:
"Nur immer raus damit, nur immer raus damit!
Wozu haben wir's denn? Na ja!",
was sich auf seinen Busen bezog.
Auch die Häslis hatten für neues Programm zu sorgen und studierten mit dem Pianisten das interessante Terzett "Schackerl, Schackerl, trau di net!", das Frau Häsli ausgesucht hatte, an dem sich aber nach seiner Rückkehr vom Dienst auch Herr Häsli beteiligen sollte.
Es war offensichtlich Flamettis Ehrgeiz, aus der Premiere dieser "Indianer" einen Festzug zu machen, ein Ruhm—und Gedenkblatt für sich und das ganze Ensemble.
Wer weiß, was für Intentionen mehr er damit verband, was für
Erbauungen und Hintergedanken! Soviel Sorgfalt wie auf dieses
Ensemble hatte er noch auf keines verwandt. Soviel Aufwand und
Wichtigkeit waren kaum zu erklären.
Ein Plakat ließ Flametti entwerfen von einem ersten Maler der
Fuchsweide. Darauf stand in Majuskeln: "Die Indianer." Abgebildet
war Flametti als Häuptling Feuerschein in vollem Federnaufputz,
Rothaut über und über, mit Ohrringen, Funkelaugen und einer Kette aus
Bärenzähnen.
Darunter aber stand: "Alleiniges Aufführungsrecht: Flamettis
Varieté-Ensemble."
Hinging Max zu Herrn Fournier, dem Vorstand der Eisenbahner-Kapelle, und fragte ihn, ob er bereit sei, mit fünfzig Mann Blasorchester zur Stelle zu sein. Und welche Konditionen.