"Schon gut! Mach' was du willst mit dem Dreck!" sagte Herr Rotter und drückte den Klemmer fest. "Ist ja nicht mein Beruf. Macht man so nebenbei."

"Schau", meinte Flametti treuherzig und verlegen, "mich packt's. Mußt nicht so sprechen. Mir tut's weh. Mich freut's halt. Akkurat weil du mir die "Indianer" gemacht hast. Siehst du, ich hätte dir auch einen Hunderter gegeben, wenn du's verlangt hätt'st."

Rotter kraulte sich mit dem Taschentuchzipfel im Nasenloch und sah über den Kneifer weg Flametti an, als traue er seinen Ohren nicht.

"Wirst mal sehen", meinte der, "wenn die Beleuchtung dazu kommt, Musik, Reklame, der ganze Klimbim!" Und er versuchte, durch gleichzeitige Anspannung aller Gesichtsmuskeln, Wackeln der Ohren, vorgeschobenen Unterkiefer, Hochziehen der Brauen, einen Begriff zu geben von der Schlagkraft der Dinge, die dann kommen würden.

"Apropos", behielt Rotter sich vor, "bei der Hauptprobe will ich dabei sein. Damit ich auch sehe, was ihr draus macht."

"Sowieso", beruhigte Flametti. Und um zuverlässig zu beweisen, daß das Ensemble in guten Händen sei: "Fünfzig Mann Blasorchester!" Und nahm einen tiefen Schluck Pilsner.

"Das ist alles nichts", meinte Rotter, "wenn ihr den Schick nicht trefft. Wenn das gewisse Etwas fehlt."

"Es kommt", versicherte Flametti, "da ist das Wort zuviel."

"Na, wollen mal sehen", schloß Rotter und griff nach der Daily Mail,.

Flametti fühlte sich unbehaglich.