"Ich kann nichts dafür!" versicherte die. "Ich hab' der Traute die Bürste auf die Nase geklopft und sie hat sich die Nase ins Handtuch gewischt."

"So? Und warum das?"

"Weil sie mich aufzieht. Weil sie mich hänselt. Sie sagt, ich hätte was mit Ihrem Mann gehabt in der Garderobe. Und das laß ich mir nicht gefallen. Ich hab' nie was mit Ihrem Mann gehabt. Aber sie hat sich knutschen lassen. Hab' ich selbst gesehen. Sie ist ja ganz verschossen in ihn! Und die Güssy hat's auch gesehen."

"Hast du das gesehen?"

"Ich habe nichts gesehen", meinte Güssy apathisch, "was geht es mich an?"

"Jawohl hast du's gesehen!" fuhr Rosa sie an, "bist ja selbst eifersüchtig auf ihn! Bist du's vielleicht nicht?"

"Pah!" warf Güssy weit weg, "eifersüchtig!"

"Raus in die Küche!" schrie Jenny und packte eine nach der andern beim ärmel, "ihr sollt mich kennenlernen!"

Da ging auch Fräulein Theres wieder hinaus, Stumpen rauchend, und schloß die Türe hinter sich.

Und Schritte ließen sich vernehmen auf der Treppe und Raffaëla kam, die Tänzerin, Tochter von Donna Maria Josefa, mit ihrem Kind, der kleinen Lotte, die bamsig und fett an der Hand ihrer Mutter wackelte.