"Gut!" sagte Flametti, sehr in Gedanken, und setzte sich, aufgedunsen und abgehetzt, an Donna Maria Josefas Tisch.

"Das ist ja fabelhaft!" glückwünschte Herr Farolyi, der Kunstreiter, und schob Flametti einen Kognak hin. "Na, ihr habt euch ordentlich rausgemacht!"

"Jo!" meinte Flametti wegwerfend, stürzte den Kognak, stand auf und begrüßte Miß Ranovalla.

Das Lokal war jetzt überfüllt. Wenn das Orchester spielte, verstand man sein eigenes Wort nicht mehr.

Herr Arista war ganz vergebens bemüht, sich Geltung zu verschaffen.

"Nur immer raus damit, nur immer raus damit!" sang er in hohem
Diskant. Ein Schleppkleid trug er, reichlich mit Spitzen besetzt.
Seine Allüren waren von jener holzigen Grazie alttoskanischer
Edelfrauen.

Aber man hörte ihn nicht. Vergebens kämpfte er gegen das laute Interesse der animierten Habitués. Man sah nur die Gesten, die zu besagen schienen, daß er sich übergeben wolle. Man fand es dégoutant. So sehr Dandy war man schon, daß man die Aristokratie im großen und ganzen gelten ließ. Es bedurfte so peinlicher Hinweise auf deren Materialismus nicht, um ihn abzulehnen.

Es war indessen ein Mißverständnis. Die Gesten des Herrn Arista bezogen sich auf seinen Busen, ganz und gar nur auf seinen Busen, von dem das Couplet von A bis Z handelte. Damen, Damen, Damen stellte er dar. Aber eben: man verstand ihn nicht.

Herr Pips gab die Anschauung von sich, ein Damenimitator überhaupt sei ihm widerlich. "Nicht Fisch, nicht Fleisch."

"Komm doch mit mir, mein Auto steht draußen!" arbeitete Herr Seidel von der Firma Seidel & Sohn an Jenny, "mein Auto steht draußen. Du brauchst nur einzusteigen."