Hans Karl. Es ist draußen viel für mich anders geworden. Aber zynisch bin ich nicht geworden. Das Gegenteil, Antoinette. Wenn ich an unsern Anfang denke, so ist mir das etwas so Zartes, so Mysteriöses, ich getraue mich kaum, es vor mir selbst zu denken. Ich möchte mich fragen: Wie komm' ich denn dazu? Hab' ich denn dürfen? Aber (sehr leise) ich bereu' nichts.
Antoinette (senkt die Augen). Aller Anfang ist schön.
Hans Karl. In jedem Anfang liegt die Ewigkeit.
Antoinette (ohne ihn anzusehen). Sie halten au fond alles für möglich und alles für erlaubt. Sie wollen nicht sehen, wie hilflos ein Wesen ist, über das Sie hinweggehen — wie preisgegeben, denn das würde vielleicht Ihr Gewissen aufwecken.
Hans Karl. Ich habe keins.
Antoinette (sieht ihn an).
Hans Karl. Nicht in bezug auf uns.
Antoinette. Jetzt war ich das und das von Ihnen — und weiß in diesem Augenblick so wenig, woran ich mit Ihnen bin, als wenn nie was zwischen uns gewesen wär'. Sie sind ja fürchterlich.
Hans Karl. Nichts ist bös. Der Augenblick ist nicht bös, nur das Festhalten-wollen ist unerlaubt. Nur das Sich-festkrampeln an das, was sich nicht halten laßt —