„Ah — Sie sind versetzt.“

„Ja.“

Es war merkwürdig, daß Gamberg vermied, jetzt und hier zu sagen wohin. „Nun,“ dachte Hochhagen, „diplomatische Versetzungen sind kein Staatsgeheimnis, man wird es ja lesen ...“

Renate sprach mit der alten Frau.

„Als Ihr Bräut’jam eben hereinkam, ergriff es mich ... der Rock meines Malte, sein Bart, fast seine Figur — Gott, doch eine große Ähnlichkeit — und er ist immer ein treuer Freund meines Malte gewesen.“

Ihre Stimme bebte.

„Die Trennung ist Ihnen schwer?“ fragte Renate so liebevoll, als sie konnte. Denn in einer raschen, vorurteilsvollen Empfindung fühlte sie sich enttäuscht von der alten Dame.

„Doch ja ... besonders nun, wo ich hier in seiner Häuslichkeit bin ... und immer denken muß, er sehnt sich nach Frau und Kind.“

„Nein, Mutter, nach dem Kind kann Malte sich gar nicht sehnen,“ sprach Jutta unerwartet dazwischen, „er kennt es ja gar nicht. Es ist ihm eine Geschichte, daß er eins hat. Er vergißt es auch fast immer — das Kind ist sozusagen eine P.-S.-Angelegenheit für ihn.“

Sie sagte es ganz ohne Schärfe. Nur feststellend.