Er wußte ja Bescheid mit den grundlosen Nervositäten von Frauen.

Renate drückte sich schmeichelnd an die Freundin.

„Das Kind ist unruhiger, als es früher war,“ sprach Jutta vor sich hin.

„Die neue Nahrung ...“

„O nein — das kann nicht sein ... ich habe den Apparat mit — ich mische und sterilisiere die Milch selbst — ganz nach Vorschrift — heute bin ich um fünf aufgestanden, um es noch vorher zu machen.“

„Sie sind eine prächtige Mutter!“ lobte Frau Gervasius, „aber übertrieben muß man auch nicht mit der Angst sein.“

„Ja — ja — es ist Unsinn ...“ murmelte die junge Frau ...

Der feine Silberduft über dem See und den nahen Ufern löste sich mehr und mehr auf. Nur die Ferne blieb in der zarten Ungewißheit, in bläulich heller Verschwommenheit.

Jetzt kam Bouveret. Im Schatten lag es. Man sah ausdrucksvolle weiße Hausgesichter unter dunkelgrünen Kastanienriesen. Und dahinter das aufsteigende Massiv des Gramont.

Am Ufer ging die Straße hin, steigend und fallend, je nachdem sie dem Gelände den Raum abtrotzen konnte. Wie Spielzeug, von Maultieren gezogen, die Führer als kleine Figürchen daneben, bewegten sich Karren auf der Straße entlang.