„Wer mag da bei ihm sitzen?“ fragte sich die Geheimrätin — „er findet auch überall Bekannte.“
„Vielleicht hat einer der Ärzte aus der Anstalt sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mit Papa mal zu sprechen,“ meinte Renate. „Ja, wahrhaftig — Papa ißt ...“
Jutta sah es auch: der Geheimrat schien zu speisen — er sprach aber nebenbei zu dem Herrn, der den emporsteigenden Damen den Rücken zuwandte ...
Ein hochgewachsener Herr — im ganz hellen Vormittagsanzug — einen modisch zurechtgebogenen, kleinen Panama auf dem blonden Kopf.
Und Jutta folgte den beiden Frauen mit schweren Füßen, mit versagenden Knien.
Denn sie wußte es auf der Stelle, wer das sein müsse ... sie wußte es, noch ehe sie wirklich die Ähnlichkeit der Silhouette hatte mit festem Blick nachprüfen können ...
Nun hatten sie die oberste Terrasse erreicht. Und der Geheimrat winkte ihnen schon mit der Hand entgegen.
Sie schritten über den fast leeren Platz, durch die Gasse der noch unbesetzten Tische, denn die Speisestunde der ständigen Gäste lag ein wenig später.
Der Geheimrat erhob sich. Mit ihm der andere — den Gelehrten weit überragend.
„Herr Legationsrat!“ sagte Frau Gervasius überrascht. „Welch ein Zufall.“